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SZ: Gewerbeverband geht mit Richard Pils ins erste Jahr Finsinger Selbständige gründen einen Ortsverband

SZ: Gewerbeverband geht mit Richard Pils ins erste Jahr Finsinger Selbständige gründen einen Ortsverband

Süddeutsche Zeitung vom 5/6. Februar 2000, Nr. 29; Seite 7

Gewerbeverband geht mit Richard Pils ins erste Jahr. Finsinger Selbständige gründen einen Ortsverband / Kooperation mit den Kommunalpolitikern

Finsing – Nach Erding und Obererding ist jetzt in Finsing der dritte Ortsverband des Deutschen Gewerbeverbandes im Landkreis gegründet worden. Ohne Gegenstimmen wählten die 28 Mitglieder Richard Pils am Donnerstag zum Vorsitzenden und Manfred Gramsamer zu seinem Stellvertreter.

Heiss umkämpft war bei der Gründungs-
versammlung im Gasthaus Faltermaier in Eicherloh die Position des Schriftführers. Hier konnte sich schließlich Sabine Marck mit 18 Stimmen gegen Hannes Bienewitz (sieben) durchsetzen. Der Vorstand sei eine gute Mischung aus „alten Hasen“ und jungen Selbständigen, die sich erst vor kurzem in Finsing niedergelassen haben, sagte Pils nach seiner Wahl. „Wir haben heute den Grundstein zu einer positiven Entwicklung gelegt. Was daraus wird, das liegt an uns.“ Der neue Vorsitzende ist auch stellvertretender Chef der Finsinger CSU, die die Initiative zur Gründung des Gewerbeverbandes ergriffen hatte.

Wie bei der ersten Versammlung vor drei Wochen schlug Reinhold Walter, der für die „strategische Entwicklung“ verantwortliche Geschäftsführer des Bayrischen Gewerbeverbandes, in Eicherloh kräftig die Werbetrommel für seine Organisation. In Deutschland gebe es 3,3 Millionen Selbständige, aber weniger als 3000 Großbetriebe mit über 1000 Mitarbeitern, unterstrich Walter. Großunternehmen hätten jedoch eine wesentlich stärkere Lobby in der Politik als Gewerbetreibende. „Wir müssen deshalb die Vertretung unserer Interessen selbst in die Hand nehmen“, so Walters Appell. So könnten die Selbständigen durchaus die Rahmenbedingungen in der (lokalen) Politik beeinflussen und zur Entwicklung des Standorts beitragen. „Wir müssen unseren Sachverstand in Kooperation mit der Kommunalpolitik einbringen“, forderte der Referent.

Durch eine enge Zusammenarbeit auch der Gewerbetreibenden untereinander zum Wohl ihres Standorts könne auch das Image der Selbständigen verbessert werden. Zum Beweis für die Erfolge seiner Interessenvertretung wies Walter auf das Beispiel Anzing (Landkreis Ebersberg) hin. Dort sei erst vor etwa zwei JAhren eine Ortsgruppe von 30 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen worden. „Jetzt sind es schon um die 70.“ Für Hirschau in der Oberpfalz habe der Gewerbeverband ein mustergültiges Gewerbeverzeichnis erstellt. Als Fachbehörde habe der Gewerbeverband auch Sitz und Stimme im Regionalen Planungsverband, warb der Geschäftsführer weiter. Bürgermeister Heinrich Krzizok versprach den Sitzungsteilehmern spontan, die Gemeinde werde Räume im Rathaus oder in der Volkschule für eine eventuelle Gewerbeausstellung zur Verfügung stellen.

Großes Team im Gewerbeverband

Im neuen Gewerbeverband arbeiten mit:

Vorsitzender: Richard Pils; Stellvertreter: Manfred Gramsamer;

Kassier: Josef Kern; Schriftführerin: Sabine Marck.

Kassenprüfer: Gerhard Rieß, Josef Frank, Sesojew Klaus. (whg)

Beisitzer: Auf Vorschlag von Geschäftsführer Reinhold Walter wurden alle zehn Kandidaten einstimmig zu Beisitzern gewählt: Rainer Braun, Josef Faltermaier, Martin Hagn, Dieter Horneck, Peter Junker, Hans Maier, Rudolf Madausch, Karin Peischl, Stefan Täubert und Gabi Wildgruber.

Delegierter bei der Landesverbandstagung ist der Vorsitzende Richard Pils (Ersatzdelegierter ist jedes weitere Mitglied).